Adoptiv- und Soldatenkaiser -Zeit:
Ab 96 spielte das Heer endgültig die entscheidende Rolle bei
der Besetzung des Kaiserthrons. Unter Trajan erreichte das
Römische Reich seine größte Ausdehnung.
Sämtliche mediterrane Küstenländer standen
unter römischer Herrschaft. Dazu Britannien, das
südliche Germanien, der Balkan, Ägypten, Syrien,
Mesopotamien und Persien. Wenn die Phase zwischen 96 und 235 auch als
Höhepunkt römischer Macht geilt, so wird das Imperium
auch in dieser Periode von heftigen inneren Konflikten
erschüttert. Das Volk wird zwar mit „Brot und
Spielen“ weitgehend ruhig gehalten und die Kultur
blüht, doch beginnt sich die tatsächliche Macht
allmählich von dem ständig dekadenter werdenden Rom
in die Provinzen mit den dort stationieren Legionen zu verlagern. Die
Kaiser werden schließlich nicht mehr von den
Vorgängern in Einvernehmen mit den Militärs bestimmt
( „Adoption“), sondern ab 235 direkt von den
Legionen ausgerufen ("Soldatenkaiser")
Zahlreiche Doppelkaisersituationen waren die Folge. Es kam zur einem
permanenten Machtkampf zwischen Thronanwärtern, der das Reich
trotz einzelner fähiger Monarchen entscheidend
schwächte. Unter Diokletian wurde das Reich
verwaltungsgmäßig in West- und Ostrom geteilt.